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Aktuell, Pressemitteilung, Unternehmen
Kombiverkehr KG bei Mobilitätskonferenz der Heinrich-Böll-Stiftung: Forderung nach starker Schiene
07.11.2019
  • Geschäftsführer Armin Riedl zeigt Chancen für die Mobilitätswende durch Intermodalen Güterverkehr auf
  • Schiene ist kostengünstigster Verkehrsträger für zukünftig notwendigen Klimaschutz
  • Bis 2030 50,7 Millionen Tonnen weniger CO2 durch KV

(Frankfurt am Main, 7. November 2019) „Baustelle Mobilität“ war gestern das Thema einer Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Die Kombiverkehr KG, Europas führender Operateur im intermodalen Schienengüterverkehr, erläuterte die aktuellen Herausforderungen in Sachen Klimaschutz und Verkehr und stellte Lösungsansätze vor. Armin Riedl, Geschäftsführer der Kombiverkehr KG, forderte mehr Anstrengungen für intelligente, schnelle und vernetzte Mobilität für Menschen und Güter.

„Deutschland kann seine Klimaziele nur erreichen, wenn der Güterverkehr auf der Schiene gestärkt wird“, so Riedl. „Hier liegt der größte Hebel für CO2-Einsparungen im Verkehrssektor.“ Allein der Kombinierte Verkehr könne bis 2030 über 50 Millionen Tonnen des Klimagases einsparen, ist sich Riedl sicher. „Wenn die Politik die Rahmenbedingungen im Klimapaket richtig setzt und die Schiene gegenüber dem LKW auf der Straße zumindest nicht mehr benachteiligt.“

Mit Hilfe der richtigen Rahmensetzung durch die Politik kann laut Riedl das Güterverkehrsaufkommen im intermodalen Verkehr von 2010 bis 2030 um nahezu 80 Prozent gesteigert werden. Konkret könnte dann, z. B. mit dem sogenannten MetroNet, ein neuer Ansatz zur nachhaltigen Optimierung nationaler kombinierter Verkehre erreicht werden. Innerhalb des MetroNet sollen nach Vorstellung Riedls zukünftig die großen deutschen Wirtschaftszentren mehrmals am Tag im kombinierten Verkehr auf der Schiene angefahren werden. Damit würde durch Standardisierung und Industrialisierung des kombinierten Verkehrs ein an das S‐Bahn‐System im Personenverkehr angelehntes, vertaktetes Netz von nationalen Shuttlezügen für den Langstreckentransport von Gütern entstehen, das mit einer LKW‐vergleichbaren Zuverlässigkeit im Terminal‐Terminal‐Verkehr bei gleichzeitig niedrigen Produktionskosten je beförderter Einheit überzeugt.

Innovative MegaHub-Konzepte nach dem Vorbild der sich gerade in Bau befindlichen Terminalanlage in Hannover-Lehrte, die Erweiterung der Schieneninfrastruktur für den Betrieb von 740-Meter-Zügen, neue Anreizprogramme durch Mautbefreiung für den Vor- und Nachlauf zu den Terminals ergänzen das Konzept von Kombiverkehr.

Riedl: „Mit gerade einmal 37,69 EUR pro Tonne vermiedenem CO2 ist der Kombinierte Verkehr absolut führend. Im Vergleich dazu schneidet der Pkw bei der Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotor mit 122 EUR und die Gebäudesanierung mit 90 EUR pro Tonne CO2 deutlich schlechter ab. Für die Bundesregierung sollte dies ein klares Indiz sein, den Verkehrsträger Schiene im Allgemeinen und den Kombinierten Verkehr im Besonderen zu stärken und die Einzelmaßnahmen innerhalb des Klimapaketes darauf abzustimmen.“

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