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Unternehmen
Präsenzlose Gesellschafterversammlung: Kombiverkehr präsentiert Jahresergebnisse 2019 und Kommanditisten wählen neuen Verwaltungsrat
13.07.2020
Erstmals in der Firmengeschichte von Kombiverkehr haben die Kommanditisten der Gesellschaft aufgrund der COVID-19-Epidemie im Rahmen einer präsenzlosen Gesellschafterversammlung Beschlüsse über das Jahresergebnis des Unternehmens gefasst und zugleich in einem postalischen Abstimmungsverfahren einen neuen Verwaltungsrat gewählt. Mit einem Sendungsergebnis von fast 900.000 auf der Schiene transportierten Lkw-Sendungen hat Kombiverkehr das vergangene Geschäftsjahr abgeschlossen. Bei einer weiter ansteigenden mittleren Entfernung der transportierten Ladeeinheiten wurde eine Gesamttransporttonnage von mehr als 20 Millionen Bruttotonnen erzielt. Die Kunden trugen mit einer Einsparung von mehr als einer Million Tonnen Kohlendioxid aktiv zum Klimaschutz bei. 129 Vollzeitkräfte erwirtschafteten einen Umsatz in Höhe von 411 Millionen Euro.

Mit rund 170 Shuttlezügen pro Tag betreibt Kombiverkehr in Europa eines der größten und dichtesten Intermodal-Netzwerke zur Verlagerung von Transporten von der Straße auf die klimafreundliche Schiene. Im Geschäftsjahr 2019 hat Kombiverkehr an 247 Verkehrstagen 884.168 Lkw-Sendungen – oder umgerechnet 1,77 Mio. TEU – in ihrem Netzwerk befördert und damit das Aufkommen im Vergleich zum Jahr 2018 um 5,7 Prozent unterschritten. Auf den Relationen des nationalen Netzwerkes de.NETdirekt+ wurden 180.405 Lkw-Sendungen befördert (-9,8 Prozent). Der grenzüberschreitende unbegleitete Verkehr im eu.NETdirekt+ inklusive des Verkehrs mit den deutschen Ostseehäfen erlitt ebenfalls Einbußen, verbuchte allerdings mit -4,6 Prozent einen weniger starken Aufkommensrückgang und steigerte mit 703.763 Sendungen seinen Anteil am Gesamtvolumen auf annähernd 80 Prozent. Gründe dieser Entwicklung sieht Kombiverkehr in den Folgewirkungen der instabilen politischen und wirtschaftlichen Lage in Europa und den eskalierenden Handelsstreitigkeiten zwischen den großen Volkswirtschaften, denen sich die Transportwirtschaft und damit auch Kombiverkehr nicht entziehen konnten. Insbesondere im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 brachen der Automobilindustrie mitsamt Zulieferern infolge von Handelsbarrieren, Dieselskandal und Diskussionen um Fahrverbote die nationalen und internationalen Märkte weg. Zudem verzeichnete die chemische Industrie einen deutlichen Produktionsrückgang. Dies blieb angesichts des hohen Anteils von Automotiv- und Chemietransporten am Aufkommen im unbegleiteten Kombinierten Verkehr nicht ohne Folgen für Kombiverkehr. Zum Jahresende waren zudem zwei der aufkommensstärksten Relationen, nämlich der Verkehr mit der Iberischen Halbinsel und der Verkehr mit Italien via Brennerkorridor, durch externe Faktoren erneut beeinträchtigt. Der sich hinziehende Nationalstreik in Frankreich legte zeitweise den Schienengüterverkehr mit diesem Land und im Transit durch Frankreich hindurch lahm. Ohne den wochenlangen Streik wäre auf diesem wichtigen Intermodalkorridor ein noch höheres Wachstum möglich gewesen. Starker Schneefall in den Alpen mit Lawinenabgängen führte zu tagelangen Sperrungen der Brennerstrecke.

Einen positiven Entwicklungstrend zeigten die Verkehre von und nach Schweden (+7,7 Prozent). Dabei profitierte insbesondere der Leitungsweg über die Feste Querung via Dänemark und Öresundbrücke von den gestiegenen Beförderungsmengen. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Verkehre von und nach Spanien (+7,7 Prozent), Dänemark (+11,2 Prozent) und Ungarn (+10,3 Prozent).

Im Rahmen der präsenzlosen Gesellschafterversammlung wurde durch die Anteilseigner von Kombiverkehr ein neuer Verwaltungsrat bestimmt. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurden Kai Bode, Spedition Bode GmbH & Co. KG aus Reinfeld, Christian Cornelius, Anhalt Logistics GmbH & Co. KG aus Rehm-Flehde-Beargen, Mark Hazizowic, VTG Tanktainer GmbH aus Hamburg, und Ulrich Maixner, HOYER GmbH Internationale Fachspedition aus Mannheim. Die langjährigen Mitglieder Carsten Hemme, Paneuropa Transport GmbH aus Bakum, Hermann Lanfer, Lanfer Transporte GmbH & Co. KG aus Meppen, und Werner Löblein, Löblein Transport GmbH aus Schillingsfürst, komplettieren die siebenköpfige Speditionsseite im Verwaltungsrat. Die DB Cargo AG entsendet als 50-Prozent-Anteilseignerin Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorstand Güterverkehr und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG, sowie Pierre Timmermans, Vorstand Vertrieb, in den Verwaltungsrat von Kombiverkehr. Damit besteht der Verwaltungsrat satzungsgemäß aus neun Mitgliedern, die in Kürze – nach der konstituierenden Sitzung im Juli und der Wahl eines Vorsitzenden aus dem Spediteurskreis – ihre gemeinsame Arbeit aufnehmen werden. Der stellvertretende Vorsitz wird weiterhin bei der DB Cargo AG liegen.

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