Emissionsvergleich
Der Verkehr gilt als eine der Hauptursachen des weltweiten Klimawandels. In Europa nimmt vor allem die Bedeutung des Güterverkehrs als Verursacher zahlreicher Schadstoffe gravierend zu, weil in den nächsten Jahrzehnten mit einem weiteren kontinuierlichen Anstieg des Güterverkehrs zu rechnen ist. Allein die Güterverkehrsleistung auf der Straße wird laut Bundesumweltministerium von 2005 bis 2025 um 59% steigen. Langzeitstudien zeigen: Das erhöhte Transportaufkommen überkompensiert die Verbrauchsreduzierung einzelner Lkw [Vgl. UBA]. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Entlastungspotenzial, das der Kombinierte Verkehr bietet, an Bedeutung. Denn die Verlagerung von Transporten auf die Schiene reduziert die Schadstoffemissionen des Verkehrs drastisch.
Neutrale Vergleiche zwischen den Schadstoffemissionen der unterschiedlichen Verkehrsträger im Güterverkehr zeigen die Vorteile des Kombinierten Verkehrs für die Umwelt exakt auf. Grundlegende Analysearbeit hat hier das an der Heidelberger Universität gegründete IFEU-Institut 2003 mit der Entwicklung des Transport Emission Model (Tremod) geleistet. Es wird unter anderem vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit genutzt. Das von IFEU 2005 aktualisierte Modell weist nach, dass der Schienenverkehr im Gegensatz zum reinen Straßengüterverkehr allein beim Treibhausgas CO2 57 Gramm pro Tonnenkilometer spart. Auch bei den anderen relevanten Schadstoffen, wie Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen, oder auch beim Primärenergieverbrauch, erweist sich die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene, im Vergleich zu allen anderen Verkehrsträgern als die umweltfreundlichste Transportart.
Mit der Internetanwendung "Schnellbilanzierung von Schadstoff-Emissionen" berechnen Sie die transportbedingten Schadstoff-Emissionen schnell und einfach.
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